Donnerstag, 30. Mai 2024
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Integration der Elektronikfertigung ins eigene Unternehmen: Herangehensweise, Vorbereitung, Planung – Teil 1

Immer öfter möchten Unternehmen die Fertigung der Elektronik selbst durchführen. Einige Unternehmen haben dies in der Vergangenheit auch schon gemacht, haben sich dann aber doch für einen externen Dienstleister entschieden und stehen jetzt wieder an dem Punkt, wo es um das Zurückholen der Elektronikfertigung in das eigene Unternehmen geht.  

Zumindest erste Prototypen sollen aufgrund von Time to Market und des Know-hows selbst produziert werden können und schnell steht dann auch die Frage im Raum, ob nicht vielleicht langfristig alles in House gefertigt werde sollte. Das Integrieren der Elektronikfertigung in das eigene Unternehmen ist ein wichtiger, strategischer Schritt, der gut geplant und umgesetzt werden muss, da diese Entscheidung sonst sehr kostspielig, aufgrund von Fehlentscheidungen, werden kann. Welche Fragen ich mir stellen muss, bevor ich das Projekt starte und ein Budget festlege und wie ich dabei größten Stolpersteine umgehe, sollen die drei Teile dieses Elektronik-Spezials in den kommenden Wochen beschreiben:

Teil I: Kann ich überhaupt in mein Unternehmen eine Fertigung integrieren?

Teil II: Wie möchte ich Elektronik fertigen?

Teil III: Welche Ansprüche habe ich an Traceability, Stock Management und IT-Anbindung und wer unterstützt mich intern bei der Prozesseinführung und -anbindung?

Teil I: Kann ich überhaupt in meinem Unternehmen eine Fertigung integrieren?

Wenn ich in der Vergangenheit bereits Erfahrungen mit der Fertigung elektronischer Baugruppen gemacht habe, weiß ich ja schon auf was ich mich einlasse. Dann sind einige Grundvoraussetzungen vielleicht bereits vorhanden, auf die ich aufbauen kann. Der erste Schritt ist also, mir anzuschauen, was an Ausrüstung bereits vorhanden ist.   Der zweite wichtige Punkt ist die Einschätzung, ob überhaupt genügend Platz für eine Fertigung vorhanden ist. Egal für welche Art der Fertigung ich mich entscheide, ich brauche dafür Platz und es bestehen ein paar Anforderungen an die Versorgung, wie Strom, Druckluft oder Abluft. Auch die Beschaffung des Bodens, wie Tragfähigkeit und ESD-Schutz spielt bei der Entscheidung eine Rolle. Eventuell benötige ich eine Klimatisierung der Räumlichkeiten. Wenn ich diese Voraussetzungen kenne, kann ich über die einzelnen Prozessschritte, die ich abdecken möchte, nachdenken.   Eine Fertigungslinie kann aus vielen verschiedenen Maschinen bestehen. Im Wesentlichen sind folgende Prozessschritte notwendig:

  • Pastenauftrag
  • Inspektion
  • Bauteilbestückung
  • Inspektion
  • Löten
  • Inspektion
  • Reparatur
  • Reinigen
  • ev. Vereinzeln

Je nach gewünschtem Automatisierungsgrad und Komplexität meiner Baugruppen kann ich die Prozesse manuell durchführen oder voll automatisiert abarbeiten lassen. Dies stellt zu diesem Zeitpunkt die grundlegendste Entscheidung dar.

Firma:
Paggen GmbH
Ihr Ansprechpartner:
Sandra Paggen
Kontakt per E-Mail:

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