Sonntag, 4. Juni 2023
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Wenn der Messing-Nickel-Pin sich nicht löten lassen möchte

Immer wieder stehen Fertigungsmitarbeiter vor der Herausforderung, schwer benetzbare Bauteile, wie beispielsweise THT-Bauteile, mit Messing-Pins und einer Nickeloberfläche zu verarbeiten und zu löten. Gerade Letzteres stellt sich als veritable Herausforderung dar, denn selbst lange Benetzungszeiten oder hohe Temperaturen führen hier nicht zum Erfolg, zumal dieses Vorgehen die Leiterplatte und Bauteile in der unmittelbaren Umgebung schädigen kann.

Der Grund für die schlechten Verarbeitungseigenschaften liegt im Nickel und seiner Oxidschicht, denn Nickeloxid ist ein hervorragender Isolator. Diese Eigenschaft wirkt wie eine Sperrschicht, die ein Verlöten sehr stark erschwert. Marktübliche Flussmittel werden hier an ihre Grenzen geführt, so dass Mittel notwendig werden, die nicht nur eine Verarbeitung ermöglichen, sondern auch die Nickeloberfläche vor Oxidation während der Lagerung schützt. Hinzu kommt, dass dieses Mittel auch gute Löteigenschaften mitbringen muss. Es sollte außerdem den Wellen- oder Selektivlötprozess nicht beeinflussen, so dass mit den eingestellten Parametern zuverlässig gelötet werden kann. Viele Anforderungen an ein Produkt, das nur einer einzigen Pinart zum Löten verhelfen soll. Doch es gibt solche Hilfsmittel, die in ihrer Anwendung weitaus unspektakulärer sind, als ihre Wirkung. Das Eintauchen der Pins in diese Löthilfsmittel, die aus einem Carbonsäuren-Komplex bestehen, befreit die Pins von Oxiden und schützt vor weiteren Verschmutzungen und Oberflächenveränderungen. Eine sofortige Verarbeitung oder auch Lagerung ist möglich.

 

Firma:
Emil Otto GmbH
Ihr Ansprechpartner:
Markus Geßner
Kontakt per E-Mail:

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