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Nationale Lösung gegen den internationalen Rohstoffmangel

Die Rohstofflage ist angespannt. Das von der Fachzeitschrift productronic, Ausgabe 02/2023 im Artikel „Materialmangel: 27 Rohstoffe sind im kritischen Bereich“, gezeichnete Bild der Marktlage, erscheint düster. Dies sieht auch Tobias Patzig, Geschäftsführer der Feinhütte Halsbrücke GmbH, eine wichtige europäische Zinn- und Bleihütte, so. Doch Patzig weiß auch um die Möglichkeiten, gerade im nationalen Markt bei Rohstoffmangel Abhilfen zu schaffen.

„Der Artikel der productronic zeichnet ein sehr reales Bild der Lage. Doch er zeigt auch deutlich auf, wo gerade für ein Industrieland wie Deutschland die Lösung der Rohstoffkrise herkommen kann. Recycling und Upcycling von Metallen und die Rückführung in die Kreislaufwirtschaft sind maßgebliche Faktoren, um diese Rohstoffkrise in den Griff zu bekommen“, erklärt Patzig. Gerade das Material Zinn steht dabei im Fokus der Feinhütte Halsbrücke, die ihre Zinnprodukte zum Großteil aus Sekundärmaterialien herstellt. Verschiebungen auf dem Weltmarkt oder auch der Mangel an Rohmaterial haben daher kaum eine Relevanz für das Familienunternehmen. „Gerade unsere metallurgischen Fähigkeiten sowie unser Recycling-Know How helfen uns dabei, aus diesen Sekundärmaterialien hochqualitative Zinnlegierungen herzustellen“, führt Patzig weiter aus. Mit einem vollumfänglichen 360°-Service kann die Feinhütte Halsbrücke vom Sekundärrohstoff zur hochqualitativen Zinn- und Bleilegierung für unterschiedlichste Anwendungen einen Kreislaufservice Made in Germany anbieten. Selbstverständlich zählen hierzu auch bleifreie, mikrolegierte Lote für die Elektronikindustrie.

Für Patzig und sein Team ist das Recycling von Metallen und die Rückführung in die Kreislaufwirtschaft nicht nur aus ökologischen Gründen sinnvoll, sondern auch aus ökonomischen. „Im Artikel der productronic wurde richtigerweise darauf hingewiesen, dass immer mehr rohstoffproduzierende Staaten das Material im eigenen Land verarbeiten. D.h., einzelne Metalle kommen im Weltmarkt als Rohstoff nur noch in geringerem Maße an. Hinzu kommen geopolitische Krisen, die zu Engpässen führen, weil Lieferketten unterbrochen sind oder Produktionsstandorte im Krisengebiet liegen. Umso wichtiger ist der Aufbau einer resilienten Rohstoffversorgung auf Basis von etablierten Recyclingprozessen,“ erörtert Patzig. Gerade die Coronakrise als auch der Ukraine-Krieg zeigen deutlich, dass eine unabhängige Versorgung mit Rohstoffen ein notwendiges Muss für den Wirtschaftsstandort Deutschland sein muss.

Seit Jahren bietet deshalb die Feinhütte Halsbrücke ihren 360°-Service an. Dieser beinhaltet neben der applikationsabhängigen Beratung, weitere begleitende Dienstleistungen, wie das Lotbadmanagement und insbesondere die Entsorgungsberatung bei anfallenden, metallischen Rückständen als auch das Recycling und Wiederaufbereiten. Feinhütte bietet somit einen komplett geschlossenen Materialkreislauf an. Die Vorteile dieses Materialkreislauf spiegeln sich in wirtschaftlichen Mehrwerten wider. „Direkt bei einer Hütte Metalllegierungen in unterschiedlichsten Formen zu kaufen, ist günstiger als bei einem Lothersteller, der Zinn einkauft und dieses weiterverarbeitet“, so Patzig. Des Weiteren können Endkunden, die bei der Verarbeitung entstandenen Rückstände, direkt an die Zinnhütte zurückgegeben, ohne Mittelsmann oder Entsorgungsunternehmen. „Da wir dem Kreislaufwirtschaftsgesetz unterliegen, garantieren wir einen fachmännischen und ökologischen Umgang der bei uns eingehenden Prozessrückstände. Dadurch sind wir auch in der Lage, extrem hochwertige und reine Legierungen, wie beispielsweise Sn99,99, das als GreenTin+ in den Market eingeführt wurde, herzustellen“, führt Patzig weiter aus.

Angeboten wird GreenTin+ in allen gängigen Formen, sei es als Draht, Barren, Stange, Schüttgut oder Ähnliches. Damit eröffnet die Feinhütte Halsbrücke auch Kunden mit höchsten Ansprüchen an die Reinheit von Zinn oder Legierungen vielfältige neue Möglichkeiten, ohne dabei von gewohnten Anforderungen abweichen zu müssen. Mit einem Reinheitsgrad von 99,99 % liegt GreenTin+ zudem deutlich über den allgemeinen Standards des Marktes, weshalb sich damit äußerst hochwertige Produkte herstellen lassen, etwa im Bereich der Elektronikfertigung für die Konsumgüterelektronik. „Die Feinhütte Halsbrücke ist weltweit der erste Hersteller von Zinn, der den Einsatz von 100 % Recyclingmaterial zertifiziert nachweisen kann“, freut sich Tobias Patzig, mit Verweis auf die kürzlich erfolgte ISO 14021 Zertifizierung. „Die kundenseitig geforderte Zertifizierung ist ferner ein wichtiges Signal in den Markt“, ist Patzig überzeugt.

Firma:
Feinhütte Halsbrücke GmbH
Ihr Ansprechpartner:
Tobias Patzig
Kontakt per E-Mail:

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